Diese
Tafel von "Historic Scotland" erzählt uns.....

Durch
den engen Eingang gekommen, stehen Sie nun im Inneren des
Broch. Mitten Im Durchgang kann man noch die Vorrichtung für
einen hölzernen Türrahmen und die Löcher für
einen kräftigen Sperrriegel dahinter sehen. Innerhalb
der Tür ist der Eingang zu einer Kammer, wo eine Wache
oder ein Wachhund hätten stationiert werden können.
Wir wissen nicht, warum sich die Wachzelle hier bei Dun Telve
auf der rechten Seite und bei Dun Troddan auf der linken Seite
befindet.
Ein Inneneingang führt zu einer Treppe, die sich zwischen
dem inneren und äußeren Teil der hohlen, mit
Galerien versehenen Mauer emporwindet. Der Teil der Mauer,
der die obere Treppe enthält, vielleicht eine Schwachstelle,
ist zusammengebrochen und wurde entfernt. Die Verringerung
der Wände an ihrem höchsten Punkt lassen vermuten,
dass die Treppe nicht bis zum oberen Ende des Brochs geführt
hat. Lücken in der Innenmauer dienten wahrscheinlich
eher dem Zweck, die Steinkonstruktion leichter zu machen
als dazu, die Galerien zu erhellen.
Die Steinruinen, auch wenn sie noch über 10 Meter
hoch sind und man sie sich unschwer im Ganzen vorstellen
kann, stellen nur die halbe Geschichte dar. Neuere Ausgrabungen
förderten fanden Löcher für kräftige
hölzerne Pfosten im Boden zutage, die auf eine oder
möglicherweise zwei jetzt verschwundene angehobene
Fußbodenplattformen hinweisen, bedeckt von einem schrägen
Dach mit einem Loch in der Mitte, um Licht hinein- und Rauch
abziehen zu lassen. Ein Sims hoch oben an der Innenmauer
könnte die äußeren Kanten einer solchen
Struktur getragen haben.
Es scheint wahrscheinlich, daß die Bewohner eher in
dieser hölzernen Struktur wesentlich komfortabler leben
konnten als in den engen, feuchten und finsteren Galerien
innerhalb der Mauerwände. Diese wurden vielmehr zur
Lagerung genutzt. Auch die Steintreppe dürfte im täglichen
Leben eine unwesentliche Rolle gespielt haben, nachdem der
Zugang zu den oberen Geschossen über Holzleitern erfolgte.
Sogar als Ruinen zeugen die Glenelg Brochs von der Genialität
und Geschicklichkeit Schottlands eisenzeitlicher Bauern,
die sich Gefahren ausgesetzt sahen, die wir heute nur vermuten
können.
| Kurze Wegbeschreibung:
Das Städtchen Glenelg liegt
einige Kilometer südlich der Skye Bride. Fahrt
die A87 und biegt bei Shiel Bridge am Loch Duich ab
(in Richtung Inverness fahrend nach rechts, in Richtung
Kyle of Lochalsh fahrend nach links) über die
alte Steinbrücke hoch zum Mam Ratagan Pass nach
Glenelg. Einige hundert Meter nach Glenelg biegt links
in die Single Track Road ins Glen Beag ab (Schilder
weisen auf die Brochs hin). Dort findet Ihr nach ca.
1 km auf der rechten Seite Dun Telve und kurz danach
auf der linken Seite, etwas erhöht, Dun Troddan
Broch. |